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Clan MacMahoon

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Tiefer Nebel liegt in den Tälern nordwestlich der schottischen Highlands. Am Fuß des Berges Ben Tee´s durchschneidet ein kleiner Fluss die fruchtbare Landschaft. Kleine Steinhäuser umringen den Dorfplatz. Zottelige Hochlandrinder weiden an den grünen Berghängen. Oberhalb des Dorfes erhebt sich der Wehrturm und das Haus des Laird.

Soweit die Aufzeichnungen und Erinnerungen des Clan reichten, war dies die abgestammte Heimat der MacMahoon. Fast 500 Seelen siedelten in diesem Tal. Weder Engländer noch Wikinger waren mehr Bedrohung als eine störende Mücke. Bis auf gelegentliche Geplänkel mit den benachbarten Clans, die auf Grenzstreitigkeiten, Viehdiebstahl oder an der Lust auf einen guten Kampf gründeten, waren es goldene Zeiten. Im 17. Jahr der Regentschaft des Laird Duncan MacMahoon sollte sich dies ändern...

An einem düsteren Morgen im Oktober kam das Unheil über den Clan. Die meisten der jungen Männer waren unter der Führung der Söhne Duncans mit den von den Sommerweiden fetten Rinder unterwegs zu einem entfernten Viehmarkt. Dort, wo hatte der Laird erfahren, würden die Rinder einen besseren Profit bringen. Derweil die meisten Clansleute noch im tiefen Schlaf lagen, erschallten Hornstöße im Tal. Erst eins im Norden, dann ein weiteres im Westen.
Die Frauen versuchten sich mit den Kindern in den Wehrturm zu flüchten, während die verbliebenen Männer in aller Hast zu ihren Waffen griffen. Der Feind war nahe. Grausige Wesen mit merkwürdiger Hautfärbung und einem Gebiss einem Raubtier gleich strömten die Hänge hinab. Wohl hatte der Clan schon von solchen Orks reden hören, die auf dem Festland grausige Taten begangen hatten, doch bis in die Highlands hatte sich noch nie ein solches Lebewesen vorgewagt. Insgeheim glaubten viele wohl auch nicht an die Existenz dieser Rasse und hielten es für eine Geschichte der Barden.
Mit tierhaften Gebrüll wüteten die Wesen unter den MacMahoon. Wohl wehrten sich die Männer tapfer und kämpften mit aller Entschlossenheit, selbst einige Frauen wehrten sich mit allem was ihnen in die Hände fiel - leider ohne Erfolg. Duncan kämpfte wie ein Berserker und streckte zahlreiche Feinde nieder. Doch auch er wurde letztendlich niedergerungen. Die Orks waren einfach zu zahlreich, als das wirklich ein Zweifel an dem Ausgang des Gemetzels bestanden hätte. Die Unholde brannten alles nieder, zerstückelten Mensch und Vieh. Die Leiche des Laird banden sie an einen Pfahl und rissen ihm das Herz heraus.
Einige wenige Clansleute schafften es, den sicheren Wehrturm zu erreichen. Von Ihnen erfuhren die heimkehrenden jungen Männer nach Tagen die Gräueltat. Furchtbar war der Blutzoll jenes Kampfes. Kaum eine Familie, die nicht ein Mitglied im Kampf mit diesen Kreaturen verlor. Doch nachdem die Toten bestattet waren, schloss sich der Clan noch enger zusammen, um aus der Asche gestärkt hervorzugehen. Die Söhne des Duncan, Ian und Dughall, übernahmen gemeinsam die Führung der MacMahoon.

In einer gewaltigen Kraftanstrengung wurden vor dem nahenden Winter die Hütten wieder aufgebaut, die Herden gesammelt und die Felder gereinigt. Wenige, ach so wenige, waren übrig geblieben. Ein weiterer solcher Überfall mochte das Ende des Clans bedeuten.
Auch saß der Hass auf die Orks tief und die Herzen der tapferen Mannen schrieen nach Rache. Deshalb suchten die Brüder Waffenbündnisse und fanden sie bei den Kargathianern, deren König sie auf dem Ruf des Phönix ihre Aufwartung machten und ihre Treue gelobten. Anfangs stieß der treue Schwur auf wenig Zustimmung und vertrauen, jedoch konnten die Brüder Ian und Dughall mit Ihrem Clan auf dem Fest des Drachens beweisen dass sie, wenn einmal Treue gelobt, sie dieses Versprechen auch bis zum bitteren ende halten. Auch wenn die Schlacht verloren ging und das Böse noch mächtiger wurde, gewannen die MacMahoon sogar das Vertrauen der Schattenstürmer, welche ihren Hass auf die Orks teilten.

Außerdem schworen sie, den Clan nie wieder so unvorbereitet zu lassen. Jeder gesunde Mann und auch viele der Frauen begannen sich im Kriegshandwerk zu üben. Oft hört man nun den Kampfruf der MacMahoon auf den Schlachtfeldern. Blaubemalt, mit dem Kilt gegurtet und die Waffen ihrer Väter schwingend, sind sie eine Macht, die es zu fürchten gilt. Die Feinde erbeben in Angst. Drum sieh zu, welche Seite du wählst, wenn du die Farben des Clan MacMahoon erspähst...

Clan MacMahoon